JuwelArt

Günstige Edelsteine in Silber


Achat

Achate sind eine Schmuckstein-Varietät des Minerals Quarz. Aufgrund der rhythmischen Kristallisation hat der Achat eine schöne streifige Zeichnung. Die meisten Achate werden eingefärbt und sind in vielen Farben erhältlich.

Mohshärte 6,5 – 7

 


Alexandrit

Mineralisch gesehen ist der Alexandrit ein Chrysoberyll und gehört zur Mineralklasse der Oxide und Hydroxide. Seine Besonderheit: Der Alexandrit zeigt einen markanten Farbwechsel von Grün zu Rot. Alexandrit, eine sehr seltene und wertvolle Varietät, leuchtet im Tageslicht grün bis bläulichgrün und bei Kunstlicht rot bis violett auf. Dieser Farbwechsel, auch Changieren oder Alexandrit-Effekt genannt, wird durch seinen Chromgehalt hervorgerufen. Die Ursache ist der starke Pleochroismus und das unterschiedliche spektrale Helligkeitsmaximum des Tages- und des künstlichen Lichtes. Der Alexandrit wirkt praktisch wie ein Filter, der nur noch rotes oder grünes Licht durchlässt. Im Tageslicht, das einen größeren Anteil grünen Lichtes enthält, erscheint er deshalb grün. Im künstlichen Lampen- oder auch im Kerzenlicht, dessen roter Anteil viel stärker als der grüne ist, erscheint er dagegen kräftig rot.
Der Name Alexandrit geht auf den späteren russischen Zaren Alexander II. (1855-1881) zurück, an dessen Großjährigkeitserklärung im Jahre 1830 der Stein erstmals gefunden wurde. Die Hauptfarben der damaligen russischen Armee waren grün und rot.
Eine weitere Varietät ist das Chrysoberyll-Katzenauge oder kurz Katzenauge, das den begehrten Katzenaugen-Effekt zeigt. Nur diese Varietät darf die alleinige Bezeichnung Katzenauge tragen. Alle anderen Minerale mit dem Katzenaugen-Effekt müssen durch den Zusatz des entsprechenden Mineralnamens kenntlich gemacht werden. Der wogende, silberweiße Lichtstreifen entsteht durch Lichtbrechung in den feinen, parallel angeordneten Hohlkanälen.

Da der Alexandrit ein Edelstein des Typs II ist, können Exemplare mit einem Karatgewicht von über einem Karat sichtbare Einschlüsse zeigen, die der Schönheit jedoch keinen Abbruch tun.
Lange Zeit war Sri Lanka neben Russland die einzig bekannte Alexandrit-Quelle. Mittlerweile werden jedoch auch schöne Exemplare in Indien, Tansania und Brasilien abgebaut. Kleine Mengen verwendbaren Materials stammen auch aus Birma, Madagaskar, Mosambik und Simbabwe.
Alexandrite dürfen einer Dampf-, jedoch keiner Ultraschallreinigung unterzogen werden.

Mohshärte 8,5


Amethyst
Der Amethyst ist die für Schmuckzwecke die meistverwendete Quarz-Varietät. Früher glaubte man, dass Amethyste vor Trunkenheit schützen können.
Der Amethyst ist noch heute ein Symbol für hohe geistliche Würdenträger, insbesondere der Amethystring der Bischöfe. Die Farben variieren von flieder, lila, violett zu rotviolett.
Der Lavendel-Amethyst, auch Rose de France genannt, besitzt einen einen wunderschönen hellen Flieder-Farbton, der zart und grazil wirkt.
Der Sambia Amethyst weist einen mittleren - violetten - Farbton auf und ist intensiv und leuchtend. Im Unterton tauchen immer wieder blaue und rote Farbblitze auf, die sich je nach Lichtverhältnissen stets zu verwandeln scheinen.
Der Uruguay-Amethyst ist in seiner Farbe dunkler und zeigt ein tiefes lila.
Amethyste liefern Brasilien, Uruguay, Sambia, Ghana, Madagaskar, Russland, Indien und Sri Lanka.
Amethyst ist der Monatsstein für Februar.
Mohshärte 7

 

Andalusit

Das Mineral Andalusit ist ein häufig vorkommendes Inselsilikat aus der Gruppe der Alumosilikate. Andalusit entwickelt meist prismatische Kristalle mit quadratischem Querschnitt, aber auch faserige, körnige oder massige Aggregate in variierenden Farbtönen wie Rot, Rosa, Graubraun, Gelb oder Grün.

Häufig wird der Andalusit in Australien und Brasilien gefunden, aber auch in Österreich und Deutschland, z.B. in Darmstadt und Gefrees im Fichtelgebirge.

Durchsichtige Andalusite in Schmucksteinqualität werden nur selten gefunden und sind entsprechend wertvoll. Bei der Wahl des Schliffes muss sein deutlicher bis starker Pleochroismus (Mehrfarbigkeit) beachtet werden, um ein optimales Farbergebnis zu erzielen.

Mohshärte zwischen 6,5 und 7,5.

 

Apatit

Apatit ist die Bezeichnung für eine Gruppe chemisch ähnlicher, aber nicht näher bestimmter Minerale.

Sie gehören zur Mineralklasse der „Phosphate, Arsenate und Vanadate“, entwickeln meist tafelige bis prismatische Kristalle und kommen in vielen Formen- und Farbvariationen vor. Apatite werden normalerweise als kleine Kristalle gefunden, die oft Einschlüsse aufweisen. Sehr selten sind Apatite von mehr als einem Karat und in augenreiner Qualität.

Sie werden überwiegend in Brasilien, Madagaskar und Mexiko abgebaut, aber auch in Kanada und Russland.

Mohshärte 5

 

Aquamarin

Der Aquamarin stammt aus der Beryll-Familie. Seine Farbe variiert zwischen hellem blaugrün und intensivem Blau. Sein Name bedeutet aus dem lateinischen übersetzt „Wasser des Meeres“ bedeutet.

Die seltenste Aquamarinfarbe ist das tiefe Blau der Santa Maria-Aquamarine aus Brasilien.

Aquamarine kommen aus Brasilien, USA, Madagaskar, Kenia, Nigeria Indien, Pakistan und Russland. Der Aquamarin ist der Monatsstein der März geborenen und gilt als Glücksstein der Seefahrer.

Mohshärte 7,5 bis 8

 

Aragonit

Aragonit gehört zur Mineralgruppe des Kalkspats. Er kommt in verschiedenen Farben vor, teilweise mit Zeichnungen ähnlich wie beim Achat. Aragonit ist sehr spröde, gut spaltbar und wird auch eingefärbt angeboten. Aragonit-Schmuck darf nicht im Ultraschallgerät gereinigt werden.

Mohshärte 4

 

Aventurin

Aventurin ist eine Varietät des Minerals Quarz. Aventurin wird in größeren Mengen am Ural gefunden, in Deutschland nur an wenigen Fundstellen wie Aschaffenburg und Johanngeorgenstadt, in Österreich bei Mariazell und in Indien bei Belany.

Aventurin-Quarz wird als Schmuckstein verwendet bei Perlenketten, Armreifen, Fingerringen, Ohrringen oder Trommelsteinen, da diese runden, Cabochon-ähnlichen Formen den schimmernden Glanz des Steins besonders hervorheben. Aventurin gibt es in den Farben grün und rotbraun.

Mohshärte 7

 

Amazonit

Der Amazonenstein ist eine hell- bis dunkelgrüne Mineral-Varietät von Mikroklin aus der Mineralklasse der Silikate aus der Gruppe der Feldspate.

Der Amazonit wurde bereits im Alten Ägypten zu Schmuck verarbeitet. Für Schmuckstücke erhält er meist den sogenannten Tafel- oder Cabochon-Schliff, wird aber auch in Kugelform zu Halsketten verarbeitet oder zu kunstgewerblichen Gegenständen wie z.B. Skulpturen. Wegen seiner strukturbedingten guten Spaltbarkeit ist er jedoch sehr druckempfindlich und lässt sich nur schwer einfassen.

Fundstellen liegen beispielsweise in Crystal Peak, Colorado in den USA, Brasilien, Indien, Madagaskar und Norwegen.

Mohshärte 6 bis 6,5

 

Bergkristall

Bergkristall bezeichnet eine Varietät des Minerals Quarz.

 

Blautopas, siehe Topas

Topas ist ein wertvoller Schmuckstein, der allerdings relativ häufig vorkommt. Der in der Natur sehr selten vorkommende blaue Topas wird auch als „Edel-Topas“ bezeichnet.

Topas ist ein schwierig zu bearbeitender Stein aufgrund seiner vollkommen Spaltbarkeit. Unvorsichtig durchgeführte Fassarbeiten und rasche Temperaturwechsel können zu Rissen und Sprüngen im Stein führen.

Wenn er viele Einschlüsse hat verträgt er kein Ultraschallbad,

Topas wird derzeit in Brasilien, Afghanistan, Australien und China gefunden.

Mohshärte 8

 

Beryll

Beryll ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate und einer der wirtschaftlich bedeutendsten Edelsteine.

Zur Beryll-Familie gehören der grüne Smaragd und der blaue Aquamarin. Der rosafarbene Morganit, farblose Goshenit, rote Bixbit, gelblichgrüne Heliodor und gelbe Goldberyll werden im Handel zusammengefasst als Edelberylle bezeichnet.

Vom Namen Beryll leitet sich vermutlich unser Wort "Brille" ab, da aus besonders großen und klaren Beryllen vermutlich schon in römischer Zeit Augengläser geschliffen wurden. Der Beryll ist mit seinen vielfältigen Farben gut für die Schmuckverarbeitung geeignet, allerdings ist er ein sehr spröder Edelstein.

Einige der vielen Fundorte befinden sich in Südamerika, Afrika und in Pakistan.

Mohshärte 7-8

 

Chalzedon

Der Chalzedon ist eine Varietät des Minerals Quarz.

Chalzedon ist farblos bis bläulich grau. Verunreinigungen bewirken verschiedenste Färbungen, meist braun, rötlich oder grün. Chalzedon ist durchscheinend, trüb und besitzt einen wächsernen Glanz. Bei anderen Farbtönen verwendet man unterschiedliche Bezeichnungen. Rote bis braune Chalzedone sind bekannt als Karneol (Sarder), die grüne Vielzahl, die durch Nickeloxid gefärbt sind, nennt man Chrysoprase, smaragdgrüne Chalzedone erhalten durch Eisenoxid ihre dunkelgrüne Farbe.

Chalzedon dient als Material für Kameen, Ringsteine, Siegelsteine und viele andere Schmuck- und Gebrauchsgegenstände. Er wird schon sehr lange verarbeitet und ist deshalb auch vielfach bei Antiquitäten zu finden. Große Stücke sind auch Material für Säulen, architektonischen Zierrat, Tischplatten und Vasen. In steinzeitlichen Kulturen wurde Chalzedon zur Herstellung von Klingen verwendet (Feuerstein).

Mohshärte 6,5 – 7

 

Champagner-Quarz, siehe Quarz

 

Chrysopras

Chrysopras (aus dem Griechischen: chrysos = „Gold” und prason = „Lauch”) ist eine Varietät der mikrokristallinen Quarz-Varietät Chalzedon.

Aufgrund von Beimengungen des nickelhaltigen Talkes Kerolith hat Chrysopras eine apfelgrüne bis smaragdgrüne Farbe.

Chrysopras ist ein beliebter, aber empfindlicher Schmuckstein, der oft mithilfe von grün gefärbtem Achat imitiert wird, was jedoch angegeben werden muss.

Mohshärte 6,5 – 7

 

Citrin

Die Quarz-Varietät Citrin ist nach seiner zitronengelben Farbe benannt, die durch Spuren von Eisen im Kristallgitter dieser Edelsteine hervorgerufen wird. In der Natur kommt er für gewöhnlich zusammen mit dem Amethyst vor. Eine Verbindung aus Citrin und weißem Quarz durch umweltbedingte Veränderungen während seiner Entstehung bezeichnet man als mehrfarbigen Citrin. Die Verschmelzung von Amethyst und Citrin wird Ametrin genannt.

Das Farbspektrum der Citrine reicht von pastellfarbenem Zitronengelb über Goldgelb bis hin zu Mandarin-Orange und Madeira-Rot. Einen sanften Übergang von Gelb zu Weiß zeigt der mehrfarbige Citrin.

Wie bei allen Edelsteinen gilt auch beim Citrin: je farbintensiver, desto teurer, wobei auch die Reinheit eine Rolle spielt.

Citrine werden in Brasilien, Madagaskar, Uruguay und Mosambik gefunden, der Ametrin sowie der mehrfarbige Citrin in Bolivien. Limonen-Citrine stammen auch aus Sambia und Tansania.
Geburtsstein für den Monat November.
Mohshärte 7  

Cognac-Quarz, siehe Quarz

 

Danburit

Danburit ist ein Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“, das meist prismatische bis säulige Kristalle bildet. Reiner Danburit ist durchsichtig und farblos. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterbaufehlern oder multikristalliner Ausbildung kann er aber auch weiß erscheinen und durch verschiedene Fremdbeimengungen eine graue, grünliche, rötliche, gelbliche oder bräunliche Farbe annehmen, wobei die Transparenz entsprechend abnimmt.

Obwohl Danburit bei guter Qualität je nach Farbe verschiedenen Edelsteinen sehr ähnlich sehen kann und sich aufgrund seiner großen Härte und geringer Spaltneigung auch gut schleifen lässt, wird er nur selten als Schmuckstein verwendet und ist vor allem für Sammler von Interesse.

Danburit konnte bisher (Stand: 2011) an rund 120 Fundorten nachgewiesen werden, ist insgesamt aber wenig verbreitet. Neben seiner Typlokalität Danbury in Connecticut fand sich das Mineral an mehreren Orten in den USA.

Mohshärte 7 bis 7,5

 

Diamant

Diamant ist reiner kristalliner Kohlenstoff und entsteht in großen Tiefen in der Erdkruste durch gewaltige Temperaturen und hohen Druck.

Der Diamant besitzt eine blendende Brillanz (Reflexion des weißen Lichts, die von Schliff, Farbe, Transparenz und Fluoreszenz beeinflusst wird), ein fantastisches Feuer (die Fähigkeit, Licht in seine Spektralfarben zu zerlegen) und ein gleißendes Funkeln (Spiel des Lichts). Diese beliebten Eigenschaften des Diamants kommen vor allem im Brillantschliff zur Geltung. Dieser hat 57 Facetten, wenn man die Kalette mitzählt 58. Zwischenzeitlich wird der Brillantschliff auch bei vielen anderen Edelsteinen angewendet.

Neben farblosen „weißen“ Diamanten gibt es auch farbige „Fancy Diamonds“, z.B. in gelb, blau, braun, rot oder schwarz. Der Wert eines Diamanten wird durch die 4 C bestimmt: Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht) und Cut (Schliff).

Diamanten werden in vielen Ländern gefördert. Ca. 65 % kommen aus Afrika, gefolgt von Russland und Australien sowie Indien, Brasilien, Kanada und China.

Obwohl Diamanten zu den teuersten Edelsteinen zählen, sind sie nicht die seltensten Edelsteine der Welt, da jedes Jahr viele Millionen Carat Diamanten gefördert werden.

Mohshärte 10

 

Flamingotopas, siehe Topas

pinkfarbene Varietät des Topas

 

Fluorit

Fluorit ist auch unter der bergmännischen Bezeichnung Flussspat oder seiner chemischen Bezeichnung Calciumfluorid bekannt. Fluorit entwickelt kubische Kristalle mit vorwiegend würfeliger oder seltener oktaedrischer Kristallform aber auch körnige, massige Aggregate.

Reiner Fluorit ist farblos und transparent, er kann jedoch durch Fremdbeimengungen fast alle Farben annehmen. Verbreitet sind grüne, violette bis schwarzviolette und gelbe Kristalle („Honigspat“), aber auch blaue, rote und braune Fluorite werden gefunden. Ebenso kann häufig ist ein zonarer Farbwechsel vorhanden.

Der weltweit größte Flussspat-Bergbau findet sich in Mexiko, weitere reichhaltige Flussspat-Lagerstätten liegen in China, Indien, Afrika und den USA.

Wegen seiner eher geringen Härte ist Fluorit als Schmuckstein selten vertreten. Trotzdem wird er

gelegentlich facettiert verarbeitet. Nur mit warmen Wasser und Seife reinigen.

Mohshärte 4

 

Gletschertopas, siehe Topas

 

Goshenit

Der farblose Goshenit gehört zur Familie der Berylle. Klare Schmucksteine erhalten üblicherweise einen facettierten Schliff. Beim Schleifen ist jedoch der bei einigen Beryll-Varietäten deutliche Pleochroismus (Mehrfarbigkeit) zu berücksichtigen.

Mohshärte 7 bis 8

 

Granat

Granate sind Silikate mit einer bestimmten Struktur, die sich deutlich in ihrer Farbe unterscheiden.

Trotz ihrer ähnlichen chemischen Zusammensetzung und Kristallstruktur zeigen die einzelnen Varietäten unterschiedlichste Farben, was auf die jeweilig enthaltenen Metalle (Mangan, Calcium, etc.) zurückzuführen ist. So ergibt sich für die Granate eine Farblinie von Violett über Schoko, Grün, Orange, Gelb, Pink und schließlich Rot, insgesamt sind ca. 38 verschiedene Handels- und historische Granatarten bekannt.

Granate finden in verschiedenen Varianten als Schmucksteine Verwendung. Man unterscheidet unter anderem den dunkelroten Pyrop (“Böhmischer Granat“), der auch Kaprubin genannt wird, den rotschwarzen Almandin (häufigster Granat), den smaragdgrünen Uwarowit (kommt nur in kleinsten Kristallen vor), den gelbgrünen Andradit, den schwarzen Schorlomit und Melanit, den transparent-grünlichen Demantoid und den orangeroten Spessartin. Daneben gibt es noch den farblosen, gelblich, bräunlich, grünen Grossular. Seit einigen Jahren gibt es eine neue Variante, den orangefarbenen Mandaringranat. Hinzu kommen etliche Mischformen, z.B. der Rhodolith, eine rosarote Mischform zwischen Almandin und Pyrop oder der rötlich- bis rosaorange Malaya-Granat, eine Mischform zwischen Spessartin und Pyrop.

In der Spessartin-Gruppe hat der Mandarin-Granat mit seinem leuchtenden Orange die hochwertigste Position inne. Beim Grossular ist die grüne Varietät, der Tsavorit mit Abstand am begehrtesten, während in der Andradit-Reihe der gelbgrüne bis smaragdgrüne Demantoid (der Name bedeutet “diamantähnlicher Glanz“) die Spitze bildet. Ebenfalls zur Andradit-Reihe zählt der sehr seltene, gelbe Topazolith. Weitere Grossular-Varietäten sind der orangebraune Hessonit, der rosa bis grünliche Katoit und der farblose Leukogranat, während zur Andradit-Gruppe noch der schwarze Melanit und eine irisierende Granat-Varietät aus Mexiko zählen.

Aufgrund seiner hohen Dichte bringt der Granat um einiges mehr auf die Caratwaage als die meisten anderen Edelsteine – dies macht sich bei hochwertigen Exemplaren doppelt im Preis bemerkbar. Granate sind generell relativ unempfindlich und weisen daher höchste Trageeigenschaften für die Schmuckherstellung auf.

Die wichtigsten Granat-Vorkommen liegen in Nigeria, Tansania, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Namibia, Südafrika, Russland, Indien, Sri Lanka sowie den USA.

Der Granat ist der Monatsstein für den Januar.

Mohshärte 6,5 bis 7,5

 

Iolith

Der Iolith (mineralogischer Name Cordierit) ist ein relativ selten angebotener Edelstein. Der Name Iolith kommt vom griechischen Wort für violett, obwohl dieser Farbton nur sehr selten vorkommt.
Seine typische Farbgebung – blau mit ausgeprägtem Pleochroismus (Mehrfarbigkeit) zu hellem blaugrau bzw. graugelb, blaugrün oder braun – macht ihn besonders interessant. In ganz seltenen Fällen kann der Iolith sogar bläulich-violett erscheinen, ein Farbton der sonst nur bei den besonders exklusiven Edelsteinen Saphir oder Tansanit vorkommt.

Der Iolith weist meist kleine Einschlüsse auf, reine Exemplare sind relativ selten, vor allem über 2 Carat Gewicht. Durch Facettenschliffe kann die Farbe des Iolith deutlich verstärkt werden, mindere Farb- und Reinheitsqualitäten werden hauptsächlich zu Cabochons geschliffen. Manchmal wird der Iolith unter dem Namen “Wassersaphir“ oder “Dichroit“ angeboten; beide Synonyme beziehen sich auf die blaue Farbe und die differenzierte Farbwahrnehmung.

Trotz der guten Trageeigenschaften sind Iolithe in der Schmuckherstellung bisher selten anzutreffen. Sie sind die günstigsten Edelsteine mit blauer Naturfarbe.

Die derzeit wichtigsten Exportstaaten für Iolith in Edelsteinqualität sind Indien, Sri Lanka, Madagaskar und Tansania.

Mohshärte 7 bis 7,5

 

Jade

Jade ist die Bezeichnung von Mineral-Gemengen, gebildet überwiegend aus Jadeit bzw. dem weicheren Nephrit, die in ganz spezieller Menge und Struktur auftreten müssen, um als der Schmuckstein Jade zu gelten. Jade besteht aus fest verwachsenen winzigen Körnern und filzigen Fasern, die den opaken, d.h. lichtundurchlässigen Edelstein sehr widerstandsfähig machen. Jade ist einer der bruchfestesten Edelsteine der Welt– bruchfester als Diamant – und eignet sich somit ideal für die bekannten chinesischen Schnitzereien.

Jade ist tief in der chinesischen Kultur verankert, gilt als königlicher Edelstein und wurde vermutlich bereits um 6.000 v. Chr. in China gewonnen. Die schönsten Exemplare mit einer sehr hohen Reinheit und einem intensiven Smaragdgrün wurden von den chinesischen Kaisern zur „Kaiserjade“ erhoben. Auch in Europa, im pazifischen Raum, im östlichen Mittelmeerraum und insbesondere in Mittelamerika wurde Jade bereits vor Jahrtausenden verarbeitet. Im Zuge der kolonialen Machtpolitik der europäischen Großmächte gegen Ende des 19. Jahrhunderts fand Jade dann auch vermehrt Eingang in die Schmuckkultur des Westens, nachdem ihn die Spanier bei der Kolonialisierung Mittelamerikas für Europa „wiederentdeckt“ hatten. In den 1920er Jahren wurde Jade gar zum begehrten modischen Accessoire. In der Hippie-Kultur der 1960er und 1970er wiederum wurde Jade zum magischen Attribut und esoterischen „Stein der Weisen“ veredelt.

Der Jadeit kommt in blauen, braunen, cremefarbenen, grünen, grauen, lavendelartigen, orangenen, roten, violetten, weißen und gelben Farbtönen, in Kombinationen dieser Farben und auch gesprenkelt vor. Seine rötliche Färbung ist auf Spuren von Eisen zurückzuführen, während die Grün-Töne durch das Element Chrom entstehen.

Der Nephrit verfügt dagegen nicht über eine solch umfangreiche Farbpalette: Er tritt in den Farben Braun, Grün, Grau, Gelb und Weiß auf. Auch er ist zuweilen gesprenkelt und weist mitunter rote, gelbe und braune, durch Oxidation entstandene Streifen auf.

China und Birma (Myanmar) sind wichtige Lieferanten dieses Edelsteins, aber auch in Guatemala, Russland, Kasachstan, Japan, Taiwan, Australien, Neuseeland und den Vereinigten Staaten wird Jade abgebaut.

Jade darf mit Dampf, jedoch nicht mit Ultraschall gereinigt werden.

Mohshärte 6 bis 6,5

 

Karneol

Karneole gehören zur Gruppe der Chalzedone in der Mineralfamilie der Quarze. Er ist durchscheinend bis undurchsichtig und erhält seine Farbe vom Element Eisen.

Karneole wurden schon von mesopotamischen Königen bevorzugt getragen; auch Napoleon schmückte sich damit. Selbst in der Bibel findet der Karneol Erwähnung. Griechen und Römer verwendeten Karneole für Intaglienschmuck (Gemme mit eingeschnittenen Figuren).

Wegen seiner einzigartige Farbe ist der Karneol sehr beliebt - das Rot bzw. Braunrot erstrahlt in einem durchscheinenden bis opaken Kristallkörper. Die rotbraunen bis braunen Karneole werden gelegentlich auch als „Sarder“ bezeichnet.

Die Quarzvarietät Karneol wird in Madagaskar, Brasilien, Indien oder Uruguay abgebaut.

Karneole bitte niemals im Ultraschallgerät reinigen.

Mohshärte 7

 

Kirschquarz, siehe Quarz

 

Kunzit

Kunzit ist eine Varietät des Minerals Spodumen. Weitere bekannte Varietäten sind der grüne bis gelblichgrüne Hiddenit, sowie der gelbe Triphan. Er wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet. Die verschiedenen Farben dieses Minerals sind auf unterschiedliche Spurenelemente zurückzuführen:

  • Eisen ist verantwortlich für gelbe und grüne Farbtöne,
  • Chrom ist verantwortlich für mittel- bis tiefgrüne Farbtöne und
  • Mangan ist verantwortlich für pinkfarbene bis violettrote Farbtöne.

Kunzite sind klar durchsichtige Steine, ihre Farbe schwankt zwischen beinahe völliger Farblosigkeit bis hin zum Dunkelviolett, wobei eine rosarote Färbung durch Mangan-Beimengungen entsteht. Die schönsten und begehrtesten Kunzite sind von tiefer rosa Farbe mit einem Stich ins Bläuliche.

Den Namen verdankt der Kunzit seinem Entdecker, George Frederick Kunz, einem berühmten amerikanischen Gemmologen, der als Mitarbeiter von Tiffany & Co. den Kunzit 1903 in Pala (Kalifornien, USA) entdeckte.

Das wichtigste Kriterium für den Wert des Kunzits ist seine Farbbrillanz, wobei die tieferen Farbschattierungen höhere Preise erzielen. Von Gemmologen werden seine Farben als pink, blauviolett, violett, rotviolett, purpurrot oder violettrot beschrieben.
Die Kunzitkristalle weisen relativ wenige Einschlüsse auf, sodass dieser Edelstein für gewöhnlich augenrein ist (d.h. wenn der Edelstein aus etwa 15 cm Entfernung mit bloßem Auge betrachtet wird, sind keine Einschlüsse sichtbar.)
Ein interessantes Charakteristikum des Kunzits ist seine „Phosphoreszenz“ – die Fähigkeit, bei dunkleren Lichtverhältnissen zu leuchten, wenn er zuvor den ultravioletten Strahlen der Sonne ausgesetzt war. Der Kunzit weist außerdem einen starken Pleochroismus auf: Seine Farben und deren Intensität verändern sich bei unterschiedlichen Betrachtungswinkeln.
Varietäten des Kunzits sind der Weiße Kunzit, der nicht die typischen Farben zeigt, sondern in einem eisigen Weiß erstrahlt; der Champagner-Kunzit aus Brasilien, dessen Name die Balance zwischen den Farben Babyrosa und Maisgelb aufgreift. Der Patroke-Kunzit beeindruckt mit einem lebendigen und tiefen Orchidee-Farbton, er stammt aus der Patroke-Mine im Kunar Valley, Afghanistan.
Für den geschliffenen Stein ist die Anlage des Schliffs - vorwiegend Scheren- oder Treppenschliff, seltener Brillantschliff - von großer Bedeutung, denn Spodumene sind stark pleochroitisch, das heißt die Farben wechseln in den verschiedenen Richtungen des kristallinen Gefüges. Typisch für den geschliffenen Kunzit ist sein strahlender Glanz. Darum verträgt er sich in Schmuckstücken so gut mit Diamanten und gewinnt in dieser Zusammenstellung, die man in den USA, wo der Kunzit viel bekannter ist als in Europa, hoch geschätzt wird.

Hauptlieferant guter Kunzite sind die USA, wo sie in Pegmatitgesteinen zusammen mit Mineralen der Turmalingruppe geschürft werden. Weitere Fundstätten befinden sich in der Region um Minas Gerais in Brasilien, Afghanistan und auf der Insel Madagaskar, einige auch in Finnland.

Der Kunzit gilt als ausgesprochen femininer Edelstein; die Farbe Pink gilt vielfach als die romantischste aller Farben und wird oft mit Liebe und Gefühl in Verbindung gebracht. Die Farbpsychologie spricht der Farbe Pink zudem eine beruhigende Wirkung zu.

Kunzite sollten nicht unnötig lange starkem Licht ausgesetzt werden.

Mohshärte 6,5 bis 7

 

Labradorit

Der Labradorit ist ein Schmuckstein aus der Gruppe der Feldspate und der Mineralklasse der Silikate. Auffällig ist beim Labradorit das irisierende Farbenspiel in metallischem Glanz, die sogenannte Labradoreszenz. Dieser Schimmer ist vorwiegend blau, violett und grün, aber gelegentlich auch in anderen Farben zu finden. Labradorit wurde nach seinem ersten Fundort, der Halbinsel Labrador, benannt. An dessen Küste entdeckte ihn 1770 der tschechische Missionar Pater Adolf.

Mohshärte 6 bis 6,5

 

Lapislazuli

Lapislazuli, kurz Lapis genannt, ist ein blauglänzendes Mineralgemisch, das vorwiegend aus Lasurit, Pyrit und Calcit besteht.

Das Wort „Lapis“ stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet „Stein“, „Lazuli“  kommt vom  Wort „lazulum und bedeutet „blau“.

Lapislazuli war bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. ein Handelsgut, das in Form von unbearbeiteten Blöcken und geschliffenen Schmuckperlen über weite Strecken transportiert wurde.

Begehrte Schmucksteine sind von intensiver, ultramarinblauer Farbe, wobei fein verteilter Pyrit als Echtheitsnachweis gilt. Flecken oder kleine goldfarbene Pyritadern sind sehr beliebt; ein zu großer Pyritanteil lässt aber die Farbe in ein unschönes Grün umschlagen. Steine, bei denen das Calcit stark hervortritt, sind weniger wertvoll.

Die bekanntesten Fundstätten von Lapislazuli liegen in Afghanistan.

Als Edel- bzw. Schmuckstein hat Lapislazuli eine etwa 7.000 Jahre alte Geschichte. Lapislazuli war das Kostbarste, was die alten Ägypter besaßen und ihren Pharaonen auf die Reise in das Jenseits mitgaben, z.B. die Mumienmaske des Tutanchamun. Bereits 2000 vor Christus gab es Handels-beziehungen zwischen Ägypten, Mesopotamien und dem Norden Afghanistans (Lapislazuli-Straße, später Seidenstraße).

Lapislazuli spielte als Pigment in der Kunst eine große Rolle; daraus wurden die leuchtend blauen Farben gewonnen. Blaue Farbtöne wurden in der mittelalterlichen Malerei selten verwendet, weil blaue Pigmente wie Lapislazuli außerordentlich teuer und rar waren und von „jenseits der See“ - daher auch die Bezeichnung „Ultramarin“ - bezogen werden mussten.

Mohshärte 5 bis 6

 

Limonen-Citrin, siehe Citrin

 

Mondstein

Der Mondstein gehört zur Gruppe der Feldspate. Seinen Namen erhielt er durch sein Schimmern, das an Mondlicht erinnert. Ihn zeichnet vor allem seine Adulareszenz aus, ein bläulich-weißer Schimmer, der über die gesamte Oberfläche des Steines gleitet, wenn man ihn bewegt. Mondsteine aus Sri Lanka sind meist fast ganz transparent bis milchig-weiß und haben einen zart bläulichen Glanz. Steine aus Indien zeigen hingegen einen trüberen Grundton, der ins Orange spielt. Es können wolkenartige Licht- und Schattenspiele auftreten.

Als Schmuckstein wird der Mondstein meist zu einem Cabochon geschliffen, da diese Form den durch seine Lamellenstruktur hervorgerufenen Glanz am besten zur Geltung bringt. Bei scharf begrenzten Lichtstreifen ist ein Chatoyieren (Katzenaugen-Effekt) zu beobachten. Echter Mondstein in Schmucksteinqualität ist selten, daher wird er oft im Handel durch weißen Labradorit imitiert angeboten unter der Bezeichnung „Regenbogen-Mondstein“.

Der Mondstein ist der Monatsstein der im Juni geborenen.

Als Heilstein soll Mondstein Kopfschmerzen und Frauenleiden (Zyklusprobleme) lindern, sowie allgemein die Psyche stärken.

Mohshärte 6 bis 6,5

 

Morganit, siehe Beryll

Der rosafarbene Morganit ist eine Varietät des Berylls, siehe oben, und wurde nach dem New Yorker Bankier John Pierpont Morgan benannt. Bekannt gemacht hat den Stein der Juwelier „Tiffany“

Mohshärte 7,5 bis 8

 

Malachit

 

Onyx

 

Opal

Lange Zeit wurde er als Talisman genutzt, der seinem Träger Schönheit, Erfolg und Glück bringen sollte.

 

Peridot

Der Peridot gehört zur Gruppe der Silikate.

Seine unterschiedlichen Grüntöne erhält er vom Element Eisen. Die Spurenelemente Chrom oder Nickel können die Farbe noch intensiver erscheinen lassen. Gelegentlich tritt ein Katzenaugeneffekt („Chatoyance“) auf, bei dem auf der Oberfläche des Edelsteins die Reflektion eines einzelnen Lichtstrahls erscheint, der durch lange nadelförmige Einschlüsse hervorgerufen wird.

Die Farbtöne des Peridots reichen von goldenem Hellgrün bis zu tiefem Grasgrün. Kleine Steine können augenrein sein; als Edelstein des Typs II weist jedoch fast immer sichtbare Einschlüsse auf.

Die schönsten Peridots stammen aus einem Abbaugebiet im nordwestlichen pakistanischen Teil Kaschmirs. Der berühmte Kaschmir-Peridot ist besonders rein und seine grüne Farbe erstrahlt außerordentlich eindrucksvoll. Leider ist der Abbau in diesem Gebiet nur von Ende Juni bis September möglich, sodass das Angebot eher gering bleibt.

Die Edelsteinvarietät Peridot wird schon seit dem 15. Jahrhundert v. Chr. auf der Insel Zebirget (Zabargad) im Roten Meer abgebaut. Er wurde in Europa hauptsächlich durch die Kreuzzüge bekannt.

Das weltgrößte Vorkommen befindet sich im amerikanischen Arizona, weitere Abbaugebiete liegen in China und Pakistan.

Der Peridot soll die Freundschaft fördern, vom Geist der Missgunst befreien und eine höhere Redegewandt- heit verleihen. Auch bei Piraten war er sehr beliebt, denn er sollte böse Geister und die Schrecken der Nacht vertreiben.

Bitte den Peridot keinen extremen Temperaturschwankungen aussetzen!

Geburtsstein für August

Mohshärte 6,5 bis 7

 

Petalit

Das Mineral Petalit  ist ein selten vorkommendes Schichtsilikat. Es entwickelt nur selten gut ausgebildete Kristalle. Meist findet sich Petalit in Form blättriger, spaltbarer oder massiger Mineral-Aggregate. In reiner Form ist das Mineral farblos und durchsichtig, kann jedoch auch weiß erscheinen durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterbaufehlern.

Der Petalit wird auch als Engelsstein bezeichnet, weil er sehr rein ist und eine vollkommene Spaltbarkeit aufweist, ähnlich wie der Diamant. Er ist vorwiegend in Sammlerkreisen bekannt. Als Schmuckstein geschliffen werden nur farblose Varianten – bekannt ist auch eine Varietät Petalit-Katzenauge.

Als seltene Mineralbildung konnte Petalit bisher nur an wenigen Fundorten nachgewiesen werden. Neben Schweden wird Petalit auch in Simbabwe, Afghanistan und Brasilien gefunden. Weitere Fundorte liegen unter anderem in Angola, Äthiopien, Westaustralien, China, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Mosambik, Myanmar, Namibia, Portugal, Russland, Tschechien, in Großbritannien und den USA.

Mohshärte 6 bis 6,5

 

Prasiolith

Prasiolith, auch Grünquarz, grüner Amethyst oder Vermarin genannt, ist eine lauchgrüne, durchsichtige Varietät von Quarz. Der Name ist eine Zusammensetzung der griechischen Wörter „prason“ für Lauch und „lithos“ für Stein, bedeutet also lauch(farbener) Stein.

Prasiolith ist durch seine ansprechende Farbe ein begehrter Schmuckstein. Da er in der Natur jedoch nur selten an wenigen Fundstellen in Indien, Russland und Simbabwe zu finden ist, wird er vorwiegend durch Brennen (erhitzen auf etwa 500 °C) aus Amethyst oder gelbem Quarz hergestellt.

Prasiolith sollte nicht längere Zeit grellem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Mohshärte 7

 

Prehnit

Prehnit stammt aus der aus der Mineralklasse der „Silicate und Germanate“. Benannt wurde der Edelstein nach dem niederländischen Mineralogen und früheren Präsidenten der Kolonie “Kap der guten Hoffnung”, Oberst Hendrik von Prehn (1733-1785), der ihn zu Beginn des 18. Jahrhundert im Gebiet Cradock (in der südafrikanischen Provinz Ostkap) entdeckte. Wahrscheinlich ist der Prehnit der erste Edelstein, der nach seinem Finder, bzw. überhaupt nach einem Menschen benannt wurde. Auch war Prehnit der erste Edelstein aus Südafrika, der beschrieben wurde, lange bevor das Land für andere Edelsteinfunde berühmt wurde.

Auf den ersten Blick wirkt der Prehnit vielleicht eher unscheinbar, sein hypnotisierender Glanz und auffälliger Schimmer sind jedoch faszinierend. Etwa 90 % der weltweit abgebauten Prehnite stammen aus Westaustralien, allerdings haben die wenigsten Rohkristalle Edelsteinqualität.

Bisher wird Prehnit ausschließlich, wenn auch nicht sehr häufig, zu Schmucksteinen verarbeitet und je nach Qualität in verschiedenen Schliffarten und -formen angeboten.

Mohshärte 6 bis 6,5

 

Quarz

Quarz gehört aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zur Mineralklasse der Oxide.

Die bekannte Mineralfamilie Quarz bringt einige wunderschöne Edelsteine hervor, die optisch zwar völlig verschieden sind, aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung jedoch dieser einen Gruppe zugeordnet werden. Neben dem beliebten Amethyst gehört beispielsweise auch das exotische Tigerauge zur Quarzgruppe.

Reiner Quarz ist vollkommen transparent und farblos und wird, wenn er gut ausgebildete Kristalle entwickelt, als Bergkristall bezeichnet.

Quarzvarietäten wie der Achat, der violette Amethyst, der zitronengelbe Citrin, der blutrote Jaspis oder der schwarz-weiß gestreifte Onyx werden wegen der großen Härte und der guten Schneid- und Polierbarkeit des Minerals in der Schmuckindustrie zu Schmucksteinen verarbeitet.

Wirklich belegt ist dagegen die Verwendung von Quarzen als Messer, Pfeilspitzen oder Feuersteine. Außerdem wurden Bergkristalle („Weißer Quarz“) bereits in der Jungsteinzeit als Amulette getragen. Die scheinbar magische Wirkung von Quarzen wird auch in der langen Tradition der sogenannten „Kristallkugeln“ sichtbar. Neben dieser praktischen Nutzung werden Quarze seit Jahrtausenden auch schon als Schmuck-Edelsteine getragen, meist als Cabochons geschliffen. Die vielfache und unterschiedliche Verwendung von Quarzen erklärt sich womöglich darüber, dass Quarz (kristallines Siliziumdioxid) nach Feldspat das zweithäufigste Mineral in der Erdkruste ist.

  • Amethyst: violette Färbung durch das Zusammenspiel von eingelagerten Eisenionen und Bestrahlung mit Gammastrahlen
  • Ametrin: seltene Quarzvarietät, die Sektoren mit Amethyst- und Citrinfärbung an einem Kristall zeigt
  • Citrin: gelb bis orangebraun gefärbte Quarze (auch künstlich erzeugt durch Brennen)
  • Rauchquarz (Morion): durch natürliche oder künstliche Gammastrahlen graubraun (rauchfarben) bis schwarz (Morion) gefärbt
  • Nickelquarz: derber grüner Quarz, der durch Nickel gefärbt ist.
  • Blauquarz (Saphirquarz): blaues, undurchsichtiges Aggregat mit eingelagerten Krokydolith-Fasern oder Dumortierit.
  • Eisenkiesel: durch Hämatiteinschlüsse rotbraun gefärbter Quarz
  • Erdbeerquarz ist eine Varietät und Handelsbezeichnung für einen durch rotbraune Hämatiteinschlüsse unregelmäßig rosa bis rot gefärbten Quarz. Er ist meist transparenter und in der Farbe kräftiger als der Rosenquarz.
  • Milchquarz: durch Flüssigkeitseinschlüsse milchigtrüber Quarz
  • Prasem (Smaragdquarz): lauchgrünes, undurchsichtiges Aggregat, das seine Farbe durch Einschlüsse von Aktinolith erhält.
  • Rosenquarz: durch Dumortieriteinschlüsse trüber, rosa gefärbter Quarz, gelegentlich mit Asterismus durch Einlagerung feinster Rutilnadeln

Zu der Gruppe der Quarze zählen auch Mehrfarbiger Quarz, Mondblauer Quarz, Chalzedon, Cognac-Quarz, Kirsch-Quarz, Mokka-Quarz, Feder-Quarz, Limonen-Citrin, Oliven-Quarz, Phantom-Quarz, Regenbogen-Quarz, Rutilquarz, Tigerauge, Weißer Quarz, Bananen-Quarz, Estrelita-Quarz, Blaubeerquarz, Dendrit-Quarz, Graffiti-Quarz, Lilienquarz, Medusa-Quarz, Mutuca-Rutilquarz, Ouro Verde-Quarz und Turmalinquarz.

In der Esoterik gilt reiner Quarz (Bergkristall) als Heilstein, der vor schädlichen Strahlen bewahren, Kopfschmerzen und verschiedene Entzündungen lindern, Leber und Niere reinigen und die Durchblutung (Krampfadern) stärken soll.

Mohshärte 7

 

Quarzit

 

Rauchquarz, siehe Quarz

 

Rhodolit, siehe Granat

Er wurde 1882 in Macon County im US-Bundesstaat North Carolina entdeckt, aber bereits 1901 war diese Lagerstätte wieder versiegt. Auf Sri Lanka wird der Rhodolith schon seit mehr als 2000 Jahren abgebaut, allerdings nicht unter diesem Namen.

Der Edelsteinexperte George Frederick Kunz benannte den Rhodolit nach seiner farblichen Ähnlichkeit mit dem Berg-Rhododendron. Seine treffende Beschreibung der Farbe: Ein „blasses Rosenrot, ins Purpurne übergehend, wie bei einigen Rosen und Rhododendren“.

Mohshärte 6,5 bis 7,5

 

Rosenquarz

Der Rosenquarz gehört zu den bekannten Quarz-Mitgliedern. Dem Rosenquarz wird bis heute nachgesagt, Liebe und Freundschaft positiv beeinflussen zu können. Manche Menschen glauben, dass der Rosenquarz einen positiven Effekt auf Herz und Kreislauf hat.

Der beliebte Quarz zeigt sanfte Farbnuancen von Blassrosa bis Pfirsichfarben, sein Kristallkörper ist meist von deutlichen Einschlüssen bzw. einer Art Schleier durchzogen. Rosenquarze gehören zur Gruppe der transluzenten Edelsteine und sind selten transparent. Trüber Rosenquarz wird durch feine Einschlüsse von Dumortierit gefärbt, klare Kristalle durch Aluminium und Phosphor.

Einige Rosenquarze können einen sichtbaren Stern auf ihrer Oberfläche zeigen, die dafür als Cabochon (unfacettierte, glatte Kuppel) geschliffen sein muss. Der sogenannte „Asterismus“ entsteht durch eine strukturierte Anordnung der eingeschlossenen Dumortiertnadeln. Eine weitere Varietät ist der Angelandina-Rosenquarz aus Brasilien. Er zeigt besondere Pinktöne in einem relativ reinen Kristallkörper; eine Reinheit, die für Rosenquarze eher ungewöhnlich ist.

Rosenquarze werden seit Langem zu Schmucksteinen, Gravuren oder Kunstgegenständen verarbeitet. Im alten Rom nutzte man Rosenquarz zur Anfertigung von Siegeln. Bis in die heutige Zeit wird dieser Edelstein auch zu dekorativen Zwecken verwendet z.B. geschnitzte Figuren aus Rosenquarz oder Rosenquarz-Lampen oder –Brunnen.

Derzeit wird Rosenquarz in Brasilien, Madagaskar, Indien, Kenia, Mosambik, Namibia, Sri Lanka und den USA abgebaut. JuwelArt bezieht Rosenquarze aus Tansania und Brasilien.

Rosenquarze können mit Dampf, jedoch nicht mit Ultraschall gereinigt werden.

Mohshärte 7

 

Rubin

Als Rubin bezeichnet man die rote Varietät des Minerals Korund. Die rote Verfärbung ist auf geringe Beimengungen von Chrom zurückzuführen. Nur die roten Korunde heißen Rubine, wobei der Farbton zwischen Blassrot und Dunkelrot variieren kann. Rosafarbene Korunde werden allerdings ebenso wie blaue und alle anderen Farbvarietäten unter der Bezeichnung Saphir zusammengefasst.

Für besondere optische Effekte sorgt die Einlagerung von Rutilnadeln. Sind wenige Rutilnadeln parallel zu einer Kristallachse ausgerichtet, erscheint der Stein dem Auge zwar trüb, erhält dafür aber einen seidigen Glanz. Viele Rutilnadeln parallel zu einer Kristallachse bewirken den Katzenaugeneffekt. Parallel zu den a-Achsen ausgerichtet zeigt sich der sogenannte Asterismus bzw. Sterneffekt.

Rubine werden überwiegend zu Schmucksteinen verarbeitet. Klare Steine erhalten dabei einen Facetten-Schliff, Steine mit optischen Effekten dagegen Cabochon-Schliff.

Rubin ist abgeleitet aus dem mittellateinischen „rubens, rubinus“ für „rot, der Rote“. Man nimmt an, dass in der Bronzezeit bereits Rubine aus Gruben in Birma geholt und geschätzt wurden. Vor über 2000 Jahren verehrte man auch in Indien Rubine und nutzte sie als Talismane. Auch die alten Ägypter, die Griechen und die Römer kannten Rubine.

Um 1800 erkannte man die Verwandtschaft zu dem Saphir. Nun konnte man auch Rubine von roten Spinellen und roten Granaten unterscheiden, die bis dorthin alle als Karfunkelsteine bezeichnet wurden.

Besonders begehrt und wertvoll sind Rubine in kräftiger, roter Farbe und einem Stich ins bläuliche, die der Farbe von Taubenblut ähnelt. Farbschwache oder ins bräunliche spielende Farbvarietäten werden durch Brennen zu kräftigeren und rötlicheren Farben hingeführt.

Sri Lanka ist eine der ältesten bekannten Lagerstätten. Als klassischer Herkunftsort des Rubins gilt jedoch Birma. Dieses Land, das wegen der klassischen Farbe und Transparenz seiner Rubine noch heute als eine, wenn nicht als die weltweit edelste Herkunft für Rubine angesehen wird, ist so eng mit Rubinen assoziiert, dass „Herr der Rubine“ einer der Titel der Könige von Birma war. Andere Rubinvorkommen liegen in Afghanistan, China, Indien, Kambodscha, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Pakistan, Sri Lanka, Tansania, Thailand und Vietnam.

Der Rubin ist einer der teuersten und seltensten unter den bekannten Edelsteinen, viel seltener als der Diamant. Vor allem die reinen Rottöne sind nur begrenzt erhältlich. Sind sie zudem besonders klar, wird ein so erstklassiger und wertvoller Rubin gelegentlich auch mit dem Zusatz „AAA“ klassifiziert. Als dichroitischer (zweifarbiger: Lilarot und Orangerot) bzw. pleochroitischer (mehrfarbiger) Edelstein ist jedoch auch der „edelste” Rubin nur zu etwa achtzig Prozent rein rot und zeigt einen sekundären Stich ins Orange, Pink, Lila oder Violett. Klare Rubine ohne sichtbare Einschlüsse sind zudem so gut wie nicht erhältlich: Genau wie beim Alexandrit und Smaragd ist Chrom für eine Vielzahl von Einschlüssen verantwortlich. Während sowohl Rubine als auch Saphire als Edelsteine des Typs II klassifiziert werden (Edelsteine, die in der Natur normalerweise mit wenigen kleinen Einschlüssen wachsen, die mit dem Auge sichtbar sein können), haben Rubine gewöhnlich mehr Einschlüsse als Saphire und sind kleiner. Eine preiswertere Alternative ist der Rubin aus Madagaskar, der eine feine Seide aufweist.
Für gewöhnlich wirkt der Rubin in natürlichem Licht oder unter einer weißen Lichtquelle am schönsten, die meisten Exemplare zeigen in natürlichem Licht außerdem eine starke, glühend elektrisch-rote Fluoreszenz. Als König der Edelsteine bekannt, verkörpert der Geburtsstein des Monats Juli Leidenschaft, Liebe und Romantik. Seit jeher ist er auch mit zahlreichen Mythen behaftet: Die alten Inder sahen im Rubin ein unvergängliches inneres Feuer, welches ein langes Leben verleihen könne. Abgesehen davon, dass sie Glück im Spiel bringen sollten, glaubte man im Mittelalter von den Rubinen – wie auch von vielen anderen Edelsteinen – dass sie prophetische Kräfte besäßen und ihre Farbe verdunkelten, wenn Unheil drohte.

Mohshärte 9


Rutilquarz

 

Saphir

der Geburtsstein des Monats September, ist ein allseits beliebter Edelstein, der durch Schmuckstücke wie dem Verlobungsring von Lady Diana einen Status als Star in der Edelsteinwelt erhalten hat

 

Smaragd

 

Sonnenstein

 

Spektrolith

Spektrolithe sind eine ganz spezielle Form des Labradorits und zeigen ein mehrfarbiges Spiel der Farben. Seinen Namen erhielt er wegen seines Irisierens in allen Spektralfarben, denn er präsentiert das gesamte Farbspektrum! Benannt wurde er vom finnischen Geologen Aarne Laitakari, dessen Sohn Pekka die erste Fundstelle 1940 in Ylämaa, im Südosten Finnlands, entdeckte. Der Abbau der Edelsteine begann erst nach dem 2. Weltkrieg und wurde dadurch zu einem nennenswerten Wirtschaftsfaktor der Gegend. Ursprünglich wurde der Name Spektrolith nur für diese finnische Varietät benutzt, heute bezeichnet er Labradorite, die ein breit gefächertes Spektrum an Farben aufweisen, unabhängig von der Herkunft.

Wunderschöne Exemplare mit dem typischen metallischen Glanz werden in Rumänien abgebaut.

Mohshärte 5,5

 

Spinell

 

Stern-Sonnenstein

 

Tansanit

 

Topas

Der Topas ist ein fluorhaltiges Aluminium-Silicat, das von den Elementen Eisen und Chrom gefärbt oder teilweise auch behandelt wird, um verschiedenste Farbtöne hervorzurufen.
Der Name wird auf das Sanskrit-Wort tapas zurückgeführt, das „Feuer“ oder „Leuchten“ bedeutet.
Topas ist ein wertvoller Schmuckstein, der allerdings aufgrund seiner relativen Häufigkeit auch bei großen und qualitativ hochwertigen Stücken nicht übermäßig teuer ist. Ausnahme ist der in der Natur sehr selten vorkommende blaue Topas, der auch als „Edel-Topas“ bezeichnet wird sowie der ebenfalls seltene, orangerote „Imperial Topas“ oder auch „Königstopas“.
Aufgrund seiner vollkommenen Spaltbarkeit ist der Topas ein schwierig zu bearbeitender Stein. Rasche Temperaturwechsel sowie unvorsichtig durchgeführte Fassarbeiten können bereits zu Rissen und Sprüngen im Stein führen. Auch ein Ultraschallbad verträgt er nicht, wenn er viele Einschlüsse hat.
Historisch besonders bedeutsam war das Vorkommen weingelber Kristalle im Schneckenstein im Vogtland: von dort stammen die geschliffenen Topase des Schmucks von August dem Starken (heute im Grünen Gewölbe in Dresden) und die in der englischen Königskrone. Im Jahre 1740 wurde ein Topas, der so genannte Braganza-Diamant, im Glauben, es handele sich um einen echten Diamanten, in die portugiesische Krone eingesetzt.
Beliebt ist der Topas vor allem aufgrund seiner Farbenvielfalt: Er zeigt die Farbtöne Weiß, Gelb, Orange, Rot, Pink, Blau, Grün, Violett und ist zuweilen auch mehrfarbig. Dabei ist er umwerfend rein und hat einen strahlenden Lüster. Einige Exemplare sind außerdem pleochroitisch, d.h. sie können aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln zwei Farben zeigen. Die verschiedenen Farben des Topas werden meist sehr bildhaft dargestellt.
Die blauen Varietäten werden beispielsweise mit Londonblau, Schweizblau, Himmelblau beschrieben sowie als Neptun- oder Meeres-Topas bezeichnet.
In verschiedenen Rot- bzw. Pinktönen erstrahlen der Kirsch- und der Flamingo-Topas.
Grün ist der Kiwi-Topas, gelbe bis orangene Töne zeigen der Kanariengelbe und der Kaiserliche Topas. Eine schlichte Varietät ist der Weiße Topas. Der Mystik-, der Abendrote und der Mondlicht-Topas zeigen eine Vielzahl an bunten Farben, mehrfarbig ist der Wassermelonen-Topas – er zeigt ein kräftiges Pink und ein intensives Grün.
Topase werden vor allem in Brasilien gewonnen, einige Exemplare stammen jedoch auch aus Mosambik oder Nigeria.
Topase sollten nicht unnötig lange starkem Licht ausgesetzt werden. Oberflächenbehandelte Edelsteine können außerdem nicht neu geschliffen und poliert werden.

Geburtstein des Monats November

Mohshärte 8

 

Turmalin

zusammen mit dem Opal einer der Geburtssteine des Monats Oktober

 

Weißtopas, siehe Topas

In reiner Form ist er farblos und durchsichtig. Durch vielfache Lichtbrechung aufgrund von Gitterbaufehlern oder polykristalliner Ausbildung kann er aber auch weiß erscheinen. Wird bei Edelsteinschmuck oft als Akzentedelstein (statt Diamant) verwendet.

Mohshärte 8

 

Zirkon

Zirkon ist ein Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“. Die natürliche Farbe von Zirkon variiert zwischen Farblos, Goldgelb und Rot bis Braun, kann aber auch Grün, Blau oder Schwarz sein. An Gewürze erinnern die Farben des Zimt- und Safran-Zirkons, der Kaduna-Zirkon aus Nigeria zeigt einen warmen honiggelben Ton. Eine besondere Varietät ist der Ratanakiri-Zirkon: Ein blauer Zirkon aus Ratanakiri, einer kambodschanischen Lagerstätte, die dafür bekannt ist, einige der weltweit besten Exemplare zu liefern.

Exemplare, die aufgrund ihrer Größe und Reinheit Edelsteinqualität zeigen, sind ein beliebter Ersatz für Diamanten, mit denen sie zuweilen verwechselt werden. Zirkon ist nicht zu verwechseln mit dem synthetisch hergestellten Zirkonia (Formel: ZrO2, Zirconiumdioxid), der ebenfalls als Schmuckstein und

Diamantimitation dient. Zirkone weisen eine starke Doppelbrechung auf, bei der das Licht, wenn es auf den Stein trifft, in zwei Strahlen aufgespalten wird. Weitere Merkmale des Zirkons sind sein herrliches diamantengleiches Funkeln, seine Brillanz, sein Feuer und sein Lüster.

Zirkone werden in Kambodscha, Nigeria, Sri Lanka und Tansania abgebaut.

Schon im Altertum war der Zirkon als Edelstein bekannt und wurde an einigen der weltweit ältesten archäologischen Ausgrabungsstätten gefunden.

Mohshärte von 6,5 bis 7,5